Google publiziert Daten zu veränderten Bewegungsmustern in der Coronakrise

Auf einer eigenen Website veröffentlicht Google derzeit Mobilitätsberichte zur Coronakrise, basierend auf Daten von Google Maps. Diese anonymisierten Statistiken sollen Gesundheitsbehörden dabei helfen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die Mobilitätsberichte sind aktuell über die Website https://www.google.com/covid19/mobility/ aufruf- bzw. herunterladbar. Google stellt dort nicht nur globale, sondern auch länder- und regionsspezifische Berichte zur Verfügung. So kann beispielsweise ein Bericht wahlweise für Österreich, oder auch für Kärnten abgerufen werden:

Screenshot der Googlewebsite "Mobilitätsberichte zur Coronakrise"
Screenshot von google.com/sovid19/mobility

Der Bericht für Österreich enthält auch Statistiken zu den einzelnen Bundesländern, die Länderberichte beinhalten zusätzlich auch noch Bezirksdaten.

Anhand der Berichte lassen sich teilweise sehr deutliche Veränderungen der Mobilität aufgrund der Coronakrise erkennen. So misst der Bericht mit Stand 31.1. 2021 beispielsweise einen österreichweiten Rückgang der Mobilität von 72% im Bereich „Einzelhandel und Freizeit“, zu dem Orte wie „Restaurants, Cafés, Einkaufszentren,Freizeitparks, Museen, Bibliotheken und Kinos“ gerechnet werden (d.h. dass um 72% weniger Bewegungsdaten an diesen Orten gemessen wurden, es sich also dementsprechend seltener Personen dort aufgehalten haben).

Zwar sind die Berichte aufgrund der unterschiedlichen Messdaten(qualität) nicht unbedingt für Vergleiche untereinander konzipiert, der Wert für Kärnten ist mit einem Minus von 75% aber ähnlich. Österreichweit wird in diesem Bericht ein Plus von 7% bei „Wohnorten“ verzeichnet, und in Kärnten sind es +10%.

Auf der Website https://www.google.com/covid19/mobility/ können die jeweils aktuellsten Berichte abgerufen werden. Derzeit sind die Berichte vom 31. Jänner auch über diese externen Direktlinks erreichbar:

Mit morgigen Montag (8. Februar) endet der jüngste „harte Lockdown“, es kommt also zu verschiedenen Lockerungen (wie geöffnete Geschäfte etc.), die zu einem Anstieg der Bewegungsdaten führen könnten. Es dürfte interessant sein zu beobachten, inwiefern dies in späteren Mobilitätsberichten abgebildet ist, und ob sich parallele Trends beim Anstieg der Mobilität mit einem etwaigen Anstieg der Infektionszahlen verzeichnen lassen.

Google weist auf der Website darauf hin, dass die Berichte nur für begrenzte Zeit verfügbar sein werden – so lange nämlich, wie sie Gesundheitsbehörden bei der Ausbreitung des Coronavirus helfen.