Onlinehandel contra Coronavirus

Die Coronakrise und der damit verbundene Lockdown haben im Jahr 2020 den stationären Handel und viele weitere Branchen weltweit schwer in Mitleidenschaft gezogen. Eine bedeutende Ausmaße von diesem Trend ist jedoch der IT Sektor: Insbesondere E-Commerce-Unternehmen verzeichneten zuletzt besonders hohe Einnahmen in Mitten der Krise.

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Viele Onlinehändler konnten sich also trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – der aktuellen Krisensituation über überdurchschnittlich hohe Umsätze freuen. Gleichzeitig gibt es auf Kundenseite jedoch vielfach den Wunsch nach Verbesserungen im Bereich der Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit, insbesondere bei deutschsprachigen Shops.

Dazu einige interessante Zahlen:

Deutscher Bundesverband: E-Commerce Wachstum von +16,5%

Eine Verbraucherstudie des des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. berichtet von einem Umsatzwachstum von +16,5% für das 2. Quartal 2020:

„The State of Commerce Experience“: Zuwächse, aber teils unzufriedenstellendes Einkaufsverlebnis

Eine aktuelle Studie von Forrester Consulting und Bloomreach kommt stellt fest, dass 50% der Kunden nun erstmals Produkte online bestellt haben, die sie zuvor noch nie im Internet kauften. Gleichzeitig gaben 90% an, stationäre Geschäfte nun zu meiden.

Auch hatte ein großer Anteil der deutschen Kunden Schwierigkeiten damit, Waren online zu recherchieren und zu bestellen. Gleichzeitig bevorzugten die Kunden den Einkauf auf einem Online-Marktplatz im Vergleich zu den Websites oder Apps einzelner Marken.

Schlussfolgerungen

Aus den jüngsten Ereignissen rund um Covid-19 sowie den genannten Zahlen und Studien lassen sich meiner Ansicht nach einige wichtige Schlüsse für die unternehmerische Praxis ziehen:

  • E-Commerce kann die Krisenresilienz steigern. Auch wenn das stationäre Geschäft geschlossen ist (oder aufgrund eines Lockdowns sein muss), nur eingeschränkt betrieben werden kann, oder von Kunden als Vorsichtsmaßnahme gemieden wird, kann online dennoch (oder sogar umso mehr) Umsatz generiert werden.
  • Onlineshop ist nicht gleich Onlineshop. Kunden legen Wert auf hohe Benutzerfreundlichkeit und ein angenehmes Einkaufserlebnis. Eine einfache Bedienung des Shops ist umso wichtiger, wenn aufgrund einer Krisensituation vermehrt unerfahrene oder neue Kunden den Shop nutzen (wollen).
  • Mehrere Vertriebskanäle können sinnvoll sein. Kunden nutzen gerne die ihnen bereits bekannten Plattformen und Marktplätze. Eine zusätzliche Präsenz auf diesen kann also zu Einnahmen führen, auch wenn die eigenen Websites oder Apps nicht bekannt sind oder genutzt werden.

Wie so häufig kommt es also auf die Ausarbeitung einer individuell passenden Strategie ebenso an, wie auf eine professionelle Umsetzung der für das Unternehmen passenden E-Commerce Maßnahmen.

Übrigens: Genau bei diesen Fragestellungen können sich Unternehmen in Österreich nun aufgrund der aktuellen Förderung „KMU.E-Commerce“ vergünstigt unterstützen lassen.

Wenn Sie nähere Fragen zum Thema E-Commerce haben oder ein Onlineshop-Projekt planen, könne Sie mich diesbzgl. gerne kontaktieren (office@mzit.info).