C hoch 3 – bin dabei: Der etwas andere Rückblick

C hoch 3 ist ein Coachingprogramm der Kreativwirtschaft Austria. Es wird in mehreren Bundesländern durchgeführt – in Kärnten bin ich mit dabei. Meine Coachingkollegin Sabine Janach und ich haben zum ersten Coachingtag einen Nachbericht verfasst. Im Folgenden finden Sie meine Eindrücke zum Nachmittag des 1. Moduls – ich habe versucht sie auf authentische, lockere und auch etwas humorvolle Art zusammenzufassen: 


Teil 1: Klicken Sie hier um zum Bericht über den Vormittag zu gelangen

Romantische Mittagspause

„Mittagspause“ ist mein Stichwort! An dieser Stelle möchte ich meine Vor-Schreiberin Sabine ablösen, und etwas von meinen Eindrücken des 1. C hoch 3 Nachmittags erzählen. Was ich am Ende dieses Tages als Résumé in die Runde geworfen habe, das sage ich jetzt schon gleich zu Beginn: Mir gefällt der ganz ungezwungene, freie Austausch mit meinen C hoch 3 Kollegen am aller besten.

Diese Mittagspause gefiel mir allerdings besonders gut. Nicht nur weil wir gemeinsam in ein nettes Lokal am Villacher Hauptplatz gingen um dort gutes Essen und noch bessere Getränke zu uns zu nehmen. Sondern insbesondere auch deshalb, weil sich gleich eine besonders reizende Kollegin mit den Worten „Du bist ein Lustiger!“ zu mir an den Tisch setzte. Vermutlich berief sie sich dabei auf eine meiner am Vormittag verkündeten C hoch 3 Zieldefinitionen, mit allen weiblichen Teilnehmerinnen im Laufe des Coachings mindestens je 10 Getränke zu trinken (zur Förderung der Kärntner Gastronomie versteht sich).

Diese Kollegin aus Klagenfurt erwies sich somit schon früh als exzellente Kooperationspartnerin und unterstütze mich gleich bei meinem Vorhaben. Es setzten sich dann auch noch eine Filmemacherin und ein Fotograf zu uns an den Tisch – und erzählten uns das ganze Mittagessen über von (wenn ich mich recht erinnere von ihnen gefilmten) Dschungel-Ritualen mit blutigen Tieropfergaben und ähnlichen Köstlichkeiten. Schön, dass wir im C hoch 3 über alles so offen reden können!

Das offizielle Nachmittagsprogramm

Aufgrund des schönen Wetters bot es sich für das offizielle Nachmittagsprogramm des Coachings an, gleich für einige „Freiluftübungen“ im Garten zu bleiben. Meine Erinnerung wird hier etwas verschwommener, aber ich glaube unsere Aufgabenstellung bestand zunächst darin, im Garten auf und ab zu gehen und dabei eine Person heimlich zu umkreisen. Natürlich habe ich versucht die Klagenfurterin von vorher zu umkreisen. Allerdings nicht sehr heimlich, und auch nicht sehr erfolgreich.

Als nächstes sollten wir gemeinsam mit einem Partner verschiedene, aufeinander reagierende „Posen“ darstellen. Mein Partner für diese Übung (der Fotograf vom Mittagessen) versicherte mir, dass das auf Managementseminaren eine ganz gängige Übung sei, und ich mir also keine Sorgen zu machen bräuchte. Er war dann am Ende auch sehr begeistert, wie gut ich mit meinen Posen auf seine Posen reagiert habe. Sagen wir einmal so: Ich bin jetzt wieder um eine Erfahrung reicher!

Außerdem konnte ich die Zeit im Freien nutzen, um unbemerkt mehrere Gänseblümchen, einen Löwenzahn und noch ein paar mir namentlich nicht bekannte Blumen auszurupfen – und diese dann an einige der weiblichen Kolleginnen zu verschenken. So macht man Teambuilding (auf Gailtalerisch).

Ein für mich wirklich interessantes und zugleich amüsantes Highlight war jedoch der nächste Programmpunkt: Wir sollten in kleinen Gruppen eine Art „Theaterszene“ inszinieren, in der sich ein Unternehmer der Kreativbranche mit einem besonders schwierigen, schlimmen, bösartigen und krampusähnlichen Kunden aus der Hölle herumärgern, und diesen vielleicht doch noch irgendwie zur Vernunft bringen sollte. Jedem vom uns fielen hierzu unzählige Praxisbeispiele ein – aber wir entschieden uns letztlich doch für ein völlig fiktionales Szenario einer Werbeagentur, welche von einem „besonderen“ Kunden mit ebenso „besonderen“ Nachbesserungswünschen konfrontiert wird. Comic Sans, augenkrebsverursachende Farbgebungen und automatisch abspielende Hintergrundmusik (übrigens bei Printwerbung!) gehörten hier noch zu den harmloseren Forderungen. Ganz wie im echten Leben.

Leider ging ich bei dieser Übung so sehr in meiner Rolle als „echauffierter Problemkunde“ auf, dass ich ganz vergaß noch eine Blume für die nette Kollegin von der Mittagspause zu pflücken. Also habe ich ihr stattdessen einen kleinen Plastik-Osterhasen geschenkt, den ich zuvor bei einer bekannten österreichischen Einzelhandelskette gekauft hatte. Hoffentlich war das romantisch genug.

Zum Abschluss lernten wir noch etwas über das für uns alle überlebenswichtige Thema „Preisgestaltung“. Hierzu habe ich jetzt keine Schmähs parat, aber rein inhaltlich war das vielleicht der für mich wichtigste Punkt dieses C hoch 3 Termins. Das hier gesagte möchte ich auf jeden Fall in meiner weiteren Berufspraxis berücksichtigen. Besonders gefielen mir die klaren Ansagen – deutlich und ohne „Wischiwaschi“.

Danke an alle

Zusammenfassend bin jedenfalls froh, Teil des diesjährigen C hoch 3 sein zu können und Gelegenheit zu haben, so viele interessante Persönlichkeiten kennen zu lernen. Vielen Dank an alle Mitwirkenden für den Aufbau und Betrieb dieses Coachingprogramms! Und vielen Dank auch an die anderen Kärntner C hoch 3 Teilnehmer: Ich habe es damals unter unser Facebook-Gruppenfoto geschrieben, und ich schreibe es jetzt nochmal hier: Wir sind schon eine ziemlich coole Gang.


Anmerkung 24. Juli: Vielleicht konnte mein Bericht künftigen C hoch 3 Bewerbern einen Eindruck darüber vermitteln, was sie im Rahmen des Coachings erwartet. Mittlerweile ist es nun schon Halbzeit beim diesjährigen C hoch 3, und ich würde es neuen Interessenten aus der Kreativwirtschaft klar weiterempfehlen. Insbesondere das vielseitige Netzwerk, welches im Coaching entsteht ist auch langfristig von großem Vorteil.